Fotos 75 Jahrfeier
75 Jahre Pfadi Elgg
1936, also vor 75 Jahren wurde die Pfadi Elgg gegründet, was sie am 3. Dezember mit einer Feier in der Mehrzweckhalle in Hagenbuch feierte. Das Publikum, unter welchem sich auch viele Altpfader sowie ein Gründungsmitglied befanden, wurde auf eine Reise durch die Geschichte der Pfadi Elgg mitgenommen. Den Leitfaden bildete ein altes Ehepaar im Altersheim, welches der ahnungslosen Pflegerin Stück für Stück die 75 Jahre Vergangenheit der Pfadi näher brachte. Doch natürlich wurde nicht nur geredet. So kamen zum Beispiel die älteren Butzlis (Pfadikinder) in einem Theater zum Zug, in dem sie veranschaulichten, wie sie sich die Pfadi früher vorstellten – viel strikter und religiöser als sie heute ist.
Im Gegenzug setzten sich in der nächsten Szene die Altpfader (unter welchen sich auch einige Eltern der heutigen Generation befanden) zusammen, um ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern und dem Publikum zu erzählen, wie Pfadi damals wirklich war. Dies wurde mit lustigen Geschichten veranschaulicht und am Schluss sangen alle zusammen das „Pfadi Elgg Lied“.
Zwischendurch wurde immer wieder ins Altersheim geblendet, wo Herr und Frau Meier einige wichtige Punkte in der Geschichte der Pfadi Elgg erwähnten und erklärten. So zum Beispiel, dass bereits in den Bestimmungen 1962 festgelegt wurde, dass Pfadi schon immer um ihrer selbst willen betrieben wurde, und nie als Vorbereitung auf die Armee, oder dass religiöse Theorien in der Pfadi nichts verloren hätten.
Die Pause wurde mit einer Tanzvorstellung von vier Butzlis eingeleitet. Doch auch in der Pause wurde es niemandem langweilig. Man konnte sich mit leckeren selbstgebackenen Kuchen oder Hotdogs verpflegen, oder sein Glück in der Tombola versuchen, wo tolle Preise winkten.
Nach der Pause bekam das ältere Ehepaar Besuch von ihrer Enkelin Laura, die mit Anekdoten und tollen Fotos von ihrem Besuch im Jamboree (einem Weltpfadilager) erzählte. Nachdem Laura wieder gegangen war, kam die Sprache auf die Pfadi heute. So fand zum Beispiel Frau Meier: „Ich find das schön. D‘ Chind träffed ade Üebige uf Hexe, Drache und anderi gföhrlichi Gstalte…“. Um dies ein bisschen zu veranschaulichen, spielten nun die kleineren Butzlis ein spannendes Theater bei dem sie unter anderem einen Zauberer, eine Hexe, eine Kräuterfrau und einen Drachen überlisten mussten, um ihre Gspänli zu befreien.
Doch ein Punkt war der Pflegerin noch nicht ganz klar- wie das denn mit der Erziehung in der Pfadi so funktioniert. Ob man da als Leiter die Kinder auch erziehen müsse? Die Anwort war nein, aber wie Herr Meier noch anfügte: „isches trotzdem nöd immer eifach Leiter z si“, was dann Leiter noch in einem kleinen Theater veranschaulichten, bei dem sie ihren Kindern einmal einen Spiegel vorhielten.
Als krönender Abschluss stiessen Herr und Frau Meier mit Fräulein Hugentobler auf 75 Jahre Pfadi-Elgg-Geschichte an, aber nicht mit Champagner, weil „mit Tee und eme Schuss Dreck stosst me i dä Pfadi a“. J
Uf 75 Jahr Pfadi Elgg!









